Südfrankreich, Côte d'Azur, Cannes, Croisette
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beneidete Cannes die Stadt Nizza um ihre berühmte Promenade des Anglais...

 

Boulevard de la Croisette in Cannes


Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beneidete Cannes die Stadt Nizza um ihre berühmte Promenade des Anglais. Die Abgeordneten hatten begriffen, dass eine angenehme Strandpromenade unentbehrlich war, um die reichen Winterkurgäste anzulocken.

Über ein halbes Jahrhundert lang bemühte man sich, einen von Wind und Wellen geschundenen Weg in eine der Bucht von Cannes ebenbürtige und deren reichen Besuchern würdige Promenade zu verwandeln.
Zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden dann tatsächlich die ersten Villen und Hotels an der Croisette gebaut.

Die ersten Luxushotels waren das Grand Hotel und der Gray von Albion. Dabei war das glanzvollere zweifellos das Grand Hotel. Es war ein Symbol des Luxus schlechthin, die gesamte europäische Aristokratie gab sich hier ein Stelldichein. Beide Hotels verfügten über einen großen exotischen Park und trugen viel zum Reiz der Croisette bei.

1907 wurde die städtische Spielbank errichtet, in der ab 1946 die Filmfestspiele von Cannes stattfanden. Ende der siebziger Jahre wurde das Gebäude abgebrochen, um dem Noga Hilton Platz zu machen, das seitdem in Palais de Stéphanie umbenannt wurde.

1912 wurde schließlich das Hotel Carlton eingeweiht. Seine vom Architekten Charles Dalmas entwickelte Fassade wurde sehr schnell eine der Hauptattraktionen der Croisette. Dabei hat angeblich der Busen Belle Otéros den Meister beim Entwurf der Ecktürmchen inspiriert...




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