Barbecue: Alles für einen gelungenen Grillabend in der Provence

Barbecue: Alles für einen gelungenen Grillabend in der Provence

Die schönen, sonnigen Tage stehen vor der Tür und es wird immer schwieriger, einen Barbecue Abend hier in der Provence zu verweigern! (Wahrscheinlich ist das in Deutschland genauso!)

Also haben wir uns gedacht, dass wir für diese Ausgabe mal ganz pragmatisch werden und Ihnen einige Tipps geben, wie man sich in Frankreich auf solche Abende vorbereitet.

Das (Wurst)dilemma : Chipolata oder Merguez?

In Frankreich gibt es bei weitem nicht die gleiche Wurstauswahl wie in Deutschland. Die meisten Franzosen bestellen Chipolata und/oder Merguez. Der Unterschied?

Die Chipolata hat einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm und eine Länge von 15 bis 20 cm. Sie kann einfach aus Schweinefleisch zubereitet oder mit aromatischen Kräutern gewürzt werden: Thymian, Lorbeer, Salbei… Sie eignet sich sehr gut für Kinder und Menschen, die nicht unbedingt starkes Fleisch genießen.

Merguez besteht aus Hackfleisch, Rind- oder Hammelfleisch. Ihre mehr oder weniger dichte rote Farbe ist auf die Gewürzmischung im Fleisch zurückzuführen. Die wichtigsten Gewürze sind gemahlene Chilischoten, Paprika, Kreuzkümmel und Koriander. Je nachdem, wie sehr Sie Gewürze mögen, wählen Sie die Merguez nach Farbe und Fleisch aus. Je dichter die rote Farbe, desto ausgeprägter sind die Gewürze und desto schärfer die Merguez.

Wo kann man am Besten sein Fleisch einkaufen?

Auf dem Markt

Was gibt es besseres, als auf dem Markt zu schlendern, einen Kaffee zu trinken und nebenbei Fleisch und frisches Gemüse einzukaufen, um dann alles zu Hause vorzubereiten? Die Liste aller Märkte haben wir hier aufgeführt.

Maison Gustave “Gouin”

Ein kleiner Dorfladen in Coustellet, gegründet 1928, der sich zu einem schicken Laden entwickelt hat, mit einer Metzgerecke, hübschen Nudelgerichten, einem Weinkeller mit Flaschen aus allen Anbaugebieten, den edelsten, aber nicht immer und nicht den bekanntesten, Käse und Wurstwaren. Kurzum, das Lokal, das gleichzeitig ein Feinkostgeschäft und ein (sehr) gutes Restaurant ist.

47 A allée des Micocouliers, 84660 Maubec
Sonntag Nachmittags und Montag Nachmittags geschlossen

Boucherie Malavard

Seit 1979 und vier Generationen bietet das Haus Malavard Qualitätsfleisch und -produkte an. Eine wahre Institution in Apt.

8 Rue de la Sous-Préfecture, 84400 Apt
Montags ganztätig und Sonntag Nachmittags geschlossen

Chez Omar

Chez Omar ist eine preisgünstige Adresse, wenn Sie gerne Merguez und Lamm auf den Grill anbraten (für andere Fleischsorten weniger zu empfehlen). Die Halal Metzgerei befindet sich in Apt und das Personal ist sehr freundlich. Da Chez Omar ebenfalls ein begehrter Ort für die Einheimischen ist, muss man oft mit einer Warteschlange rechnen.

196 Quai de la Liberté, 84400 Apt
Montags geschlossen

Für Vegetarier / Veganer:

In Apt gibt es einen großen Bioladen (Luberon Bio), der auch viele Tofu-Optionen anbietet.

266 Av. de Roumanille, 84400 Apt
Sonntags geschlossen

Und als Beilage: Ratatouille oder Tian?

Auf den ersten Blick scheinen Ratatouille und Tian dasselbe zu sein. So sehr, dass ihre Namen oft austauschbar verwendet werden. Traditionell gibt es jedoch einige Unterschiede zwischen den beiden Gerichten.

Ursprünglich ist Tian ein geschichtetes Gericht mit dünnen Gemüsescheiben (Zucchini, Tomaten, Aubergine) auf einer Tomatensauce. Ratatouille verwendet ähnliche Zutaten (man fügt noch Paprika hinzu, was es im Tian nicht gibt), wird aber wie ein Eintopf zubereitet. Das Gemüse wird separat angebraten und dann in einen Topf gegeben, um es zu vermengen. Hier unsere Ratatouille-Version

Und zum Apéritif?

Dieser Artikel wird wieder einmal zu lang, wie ich gerade bemerke, deswegen heben wir uns eine detaillierte Weinauswahl für ein nächstes Mal auf. Sei hier nur angemerkt, dass es den “Cave de Sylla (406 Av. de Lançon, 84400 Apt) gibt. Die korporative Weingesellschaft bietet simple, lokale Tafelweine, der sich für einen ungezwungenen Grillabend gut eignen.

Zu knabbern gibt es ansonsten auf den lokalen Märkten tolle “Anti-pasti” für einen gelungen Apéritif:

  • Die famose Tapenade (Olivenpaste). Passen Sie auf, dass diese nicht zu salzig ist (in einigen Versionen gibt es Anchovis)

  • Oliven natürlich!

  • “Caviar d’Aubergine” (Auberginen-paste) ist eine tolle Alternative für die, die Oliven nicht mögen

  • Die “dents d’ail” oder “ail confit” gehören zu meinen absoluten Favoriten: eingelegte Knoblauchzehen, ein wahrer Genuss!

  • Es gibt aber so viele verschiedene Pasten auf den Marktständen, und oft kann man alles kosten, also bloß nicht zurückhalten!

Unsere Übernachtungstipps

Pissaladière: Traditioneller Zwiebelkuchen mit Sardellen und Oliven

Pissaladière: Traditioneller Zwiebelkuchen mit Sardellen und Oliven

Was in Deutschland der Zwiebelkuchen, ist in der Provence die Pissaladière. Eine Spezialität der Stadt Nizza, aber auch eine provenzalische Spezialität im weiteren Sinne. Der Name ist abgeleitet von peis salat (Nizza-Dialekt) und bedeutet „gesalzener Fisch“. Die Pissaladière kann man in einer Boulangerie oder auf einem Marktstand ergattern und wird als Aperitif, als Beilage oder als Hauptgericht mit einem grünen Salat gegessen.

Um dieses Gericht auch zu Hause bequem nachzumachen, braucht man:

Für den Teig:

  • 300 g Mehl
  • 20 g frische Hefe
  • 1 Glas lauwarmes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Olivenöl

Für die Füllung:

  • 1,5 kg Zwiebeln, in Scheiben geschnitten
  • 15 Sardellenfilets in Olivenöl
  • 20 Schwarze Oliven
  • Tapenade (provenzalische Olivenpaste)
  • Thymian, Salz, Pfeffer, Olivenöl

Die Hefe zerbröckeln und im Wasser auflösen. Mit dem Mehl in der Küchenmaschine vermischen. Das Öl und die Prise Salz dazugeben und weitermischen, bis sich der Teig von selbst zusammenballt. Eventuell etwas Wasser oder Mehl hinzufügen. Den Teig zu einer Kugel formen, in einer Schüssel unter einem feuchten Küchentuch an einem warmen Ort 3 Stunden ruhen lassen.

Das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln mit dem Thymian etwa 30 Minuten bei niedriger Temperatur weich dünsten. Mit Salz abschmecken.

Den Backofen vorheizen (240° C). Den Teig noch mal kurz kneten, ausrollen und auf ein Backblech legen. Die Zwiebeln auf dem Teig verteilen, die Sardellenfilets und die Oliven darauf legen. Eventuell kann man auch den Teig vorher mit Tapenade bestreichen.

Die Pissaladière in den Backofen schieben und 20 bis 30 Minuten knusprig und goldbraun backen.

Unsere Übernachtungstipps

Märkte der Provence: Wo kann man schlendern?

Märkte der Provence: Wo kann man schlendern?

Was ist der Midi ohne seine farbenfrohen Märkte? 

Ein ganz besonderes Flair verbreiten die zahlreichen Wochen- und Bauernmärkte in Ihrer Urlaubsregion. Ob ganzjährig oder nur im Sommer, in der Vegetationszeit, um die saisonal reifenden Gemüse und Früchte vor Ort zu vermarkten: mit ihrer Fülle und Farbigkeit präsentieren sie mediterranes Klima und Lebenskultur. Manchmal hat man einfach Lust, sich in eines der einladenden Straßencafes zu setzen und nur die Atmosphäre aufzusaugen, einen Pastis oder Café crème  zu sich nehmen und die Seele baumeln lassen.

Provenzalische Märkte im Luberon

Montag: morgens in Cadenet, Cavaillon und Lauris

Dienstag: morgens in Cucuron, Gordes, La Tour d’Aigues

Mittwoch: morgens in Pertuis, ab 17 Uhr in Coustellet (Juni bis August)

Donnerstag: abends in La Motte d’Aigue (Juni bis September)

Freitag: morgens in Carpentras, Bonnieux, Lourmarin, Pertuis

Samstag: morgens in Apt (ein 800 Jahre alter Markt), Pertuis, Cadenet (Mai bis Oktober)

Sonntag: morgens in L’Isle-sur-la-Sorgue (mit ganztägigem Antiquitätenmarkt), Coustellet (April bis Dezember, absolut empfehlenswert)

Provenzalische Märkte in den Alpilles

Montag: morgens in Fontvieille, ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès 

Dienstag: morgens in Eygières und Le Paradou, ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès

Mittwoch: morgens in Arles, Mouriès und Saint Rémy, ab 17 Uhr in Fontvieille (30.06. – 01.09.) und Saint Etienne-du-Grès

Donnerstag: morgens in Maussane-les-Alpilles, ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès

Freitag: morgens in Eygalières, Fontvieille und Eyrargues, ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès

Samstag: morgens in Arles (er erstreckt sich über 2 km boulevard des Lices und avenue Èmile Combes), ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès

Sonntag: morgens in Châteaurenard

Provenzalische Märkte an der Côte d’Azur

Täglich morgens in Antibes (Cours Masséna), Sainte-Maxime (sehr belebte Markthalle), Saint-Raphael (Place de la République, Pace Victor Hugo und Vieux Port), Toulon (Cours Lafayette, außer montags).

Dienstag: morgens in Bormes-les-Mimosas (Pin-de-Bormes), Cotignac, Fayence, Lorgues, Saint-Tropez 

Mittwoch: morgens in Aups, Bormes-les-Mimosas (vieux village), Brignoles, Cogolin, Draguignan, Fréjus, La Garde-Freinet, Sanary-sur-Mer, Tourtour 

Donnerstag: morgens in Bargemon, Fayence, Grimaud, Le Lavandou, Ramatuelle, Villecroze

Freitag: morgens in Le Beausset, Entrecasteaux, Le Luc, Roquebrune-sur-Argens, Sainte-Maxime  

Samstag: morgens in Aups, Barjols, Brignoles, Callas, Cogolin, Fayence, Fréjus, Hyères , Saint-Tropez, Tourtour 

Sonntag: morgens in Le Beausset, La Croix-valmer, Draguignan, Fréjus, La Garde-Freinet, Port-Grimaud,  Ramatuelle

Versäumen Sie auch auf keinem Fall den Wochenmarkt samstags in Aix-en-Provence rings um den Justizpalast herum. In Aix finden auch täglich mehrere Märkte statt (place Richelme, place de la Madeleine oder place des Pêcheurs).

Unsere Übernachtungstipps

Grasse: Welthauptstadt der Parfümerie

Grasse: Welthauptstadt der Parfümerie

Grasse ist eine reizende historische Stadt. Auf den ersten Reliefen der Voralpen gebaut, beherrscht sie majestätisch das Hinterland von Cannes und bietet wunderschöne Panoramablicke. Der interessanteste Teil der Stadt ist natürlich das historische Zentrum mit seinen verschlungenen und engen Gassen, seinen mittelalterlichen Häusern, seinen roten oder gelben Ockerfassaden, seinen typisch provenzalischen schattigen Plätzen und seinen hübschen kleinen Läden.

Die Altstadt ist der perfekte Ort zum ziellosen Schlendern. Die kleinen Gassen werden Sie zum Kirchplatz der Kathedrale Notre Dame-du-Puy führen. Links davon befindet sich ein kleiner Platz voller Blumen, von dem aus Sie einen der hübschesten und spektakulärsten Ausblicke auf das Umland haben. 

Zweifellos werden Sie ebenfalls den im 19. Jh. gebauten Place aux Aires entdecken. Hier findet jeden Vormittag der Blumenmarkt statt. Im Sommer bieten die im 17. und 18. Jh. um den Platz herum gebauten Arkaden angenehmen Schatten. Am Abend, bevor die Sonne hinter den Häusern verschwindet, erstrahlen manchmal die Fassaden in zauberhaften Farben. Ein wahres Glück für Fotografen!

Versäumen Sie auch nicht das Internationale Museum der Parfümerie mit seiner großartigen Sammlung von Gegenständen aus der Parfüm- und Kosmetikherstellung.

Machen Sie schließlich auch einen kleinen Abstecher in das Musée provençal du costume et du bijoux (Provenzalisches Trachten- und Schmuckmuseum) sowie die Läden der drei berühmtesten Parfümhersteller der Stadt: GalimardFragonard und Molinard.

Kleine Geschichte der Parfümerie in Grasse

Alles begann mit den „Maîtres gantiers parfumeurs“ (Parfümhändler und Hersteller von feinen Lederhandschuhen), die von König Ludwig dem 14. das Monopol auf den Handel mit Düften erhielten.

Zu Beginn sind die „Maîtres gantiers parfumeurs“ Gerber, die sich auf die Herstellung von feinen parfümierten, damals von Aristokraten in ganz Europa sehr geschätzten Lederhandschuhen spezialisiert haben. Der Erfolg der Handschuhe lässt sich umso besser nachvollziehen, wenn man bedenkt, dass diese Damen und Herren sich praktisch niemals wuschen. Sie befürchteten nämlich, dass Bäder die Ausbreitung von Krankheiten unterstützen würden. Die damals hergestellten Düfte waren gemäß dem Gestank, der wohl in den Städten geherrscht hat und den es zu verdecken galt, eher kräftig. 

Um über die notwendigen Rohstoffe zu verfügen, begannen die „Maîtres gantiers parfumeurs“ auf den Hügeln von Grasse mit dem Anbau verschiedener Duftpflanzen wie dem Jasmin, der Rosa centifolia, dem Veilchen, der Mimose, der Tuberose, dem Lavendel und vielen mehr. Die Lohgerbereien verschwanden nach und nach, und aus der Parfümherstellung entwickelte sich eine eigene erfolgreiche Industrie.

Die als Welthauptstadt des Parfüms bezeichnete Stadt Grasse hat viele der berühmten Namen der Parfümerie zur Welt kommen sehen. Der zweifellos bedeutendste ist Galimard, der seine Parfümerie 1747 gründete. Das Unternehmen setzt sich seit nunmehr über 250 Jahren mit einem außergewöhnlichen Know-how fort, das seine Inspiration sowohl in industriellen Methoden als auch im Luxushandwerk findet. Nach Galimard ist die älteste Parfümerie das Haus Molinard, das nahezu ein Jahrhundert nach seinem berühmten Vorgänger gegründet worden ist.

Die Parfümerie Molinard war lange für ihre Kölnisch Wasser berühmt. 1921 schuf Molinard die berühmten Düfte Habanita und Concréta, die auch heute noch im Verkauf sind. 1926 schuf schließlich Eugène Fuchs zu Ehren des berühmten Malers die Parfümerie Fragonard.

Die Parfümerie ist noch heute der wichtigste Arbeitssektor von Grasse.

Unsere Übernachtungstipps

Boulomanie: Auf den Pétanque-Plätzen des Südens

Boulomanie: Auf den Pétanque-Plätzen des Südens

Wenn Sie im Süden Frankreichs weilen und zu Ohren bekommen, dass erwachsene Männer stundenlang Stahlkugeln auf ein kleines Schweinchen werfen, dann ist keineswegs die Jagdsaison eröffnet, sondern es handelt sich um die Beschreibung des provenzalischen Nationalsports: dem Boule-Spiel oder Pétanque.

Die Kugeln (boules) wiegen 600 bis 800 Gramm und das Schweinchen (cochonet) hat einen Durchmesser von ca. 25 mm, ist aus Holz und stellt den Zielpunkt dar. Man spielt in zwei Parteien jeweils zu zweit oder zu dritt und gewonnen hat der, dessen „boule“ dem „cochonet“ am nächsten liegt.

Die Kunst besteht darin, die gut platzierte Kugel des Gegners so zu treffen, dass sie wegspringt und die eigene Kugel an deren Stelle liegen bleibt (caro sur place). Versuchen Sie mal. Im Midi – wie sich der Süden Frankreichs nennt – beherrschen dieses Kunststück bereits Achtjährige.

Uns „Nordlichtern“ ist es kaum vergönnt, in die Magie des Pétanque einzudringen. Wer einmal Zeuge war, wie ein sturzbetrunkener, kaum noch seiner Beine mächtiger Provenzale zu den Kugeln greift, wie ihn im Wurfkreis urplötzlich der Pétanque-Geist durchzuckt und er dann in höchster Konzentration und mit traumwandlerischer Sicherheit reihenweise die gegnerischen Kugeln wegknallt, um anschließend wieder aus dem Kreis zu torkeln, der hat wahrscheinlich mehr von der Seele des Spiels begriffen, als alle bücherfüllenden Abhandlungen zu erklären vermögen.

Bei dieser Passion soll schon manch einer Haus und Hof verspielt haben und böse Zungen munkeln: die Frau obendrein.

Boule-Plätze findet man in fast jedem Dorf in der Provence: Apt, Sault, Villars, Bonnieux, … Halten Sie die Augen offen und lagern Sie ein Boule-Spiel im Auto, falls Ihnen danach ist! Ansonsten bieten wir auch Ferienhäuser mit privaten Boule-Platz an, wie die unten gelisteten Empfehlungen!

Unsere Übernachtungstipps

Nackt am Strand: FKK-Strände in Südfrankreich

Nackt am Strand: FKK-Strände in Südfrankreich

Lust auf Urlaub im Einklang mit der Natur? Obwohl die Freikörperkultur in Frankreich nicht so entwickelt ist wie in Deutschland, finden Sie an der Côte d’Azur einige textilfreie Strände. Mehrere unserer Ferienhäuser, insbesondere im Hinterland, eignen sich auch dank ihrer Abgeschiedenheit für FKK.

Nachfolgend haben wir eine Übersicht von FKK-Stränden an der Côte d’Azur für Sie erstellt.

Département Bouches-du-Rhône

Saintes Marie de la Mer

Ab dem Phare de la Gacholle, über 4000 m

Plage de la Goule, ab den Cabanons de Beauduc

Piemançon (Plage d’Arles)

Südlich von Salin-de-Giraud. Achtung Überschwemmungsrisiko, Baden gefährlich (Stadtverordnung vom 23.06.1982)

Bonnieu, Stadt Martigues

Pointe de Bonnieu. Vom Verein „Les naturistes de Martigues“ bewirtschafteter Strand (Stadtverordnung vom 22.07.1975)

Plage du Cavaou, Stadt Fos-sur-Mer

Nach dem Ausguck des Port autonome, östlich vom Hafendamm Fos 4. Vom Verein „Les naturistes de Fos“ bewirtschafteter Strand (Stadtverordnung vom 11.07.1984)

Calanque des Pierres-Tombées

Zwischen Marseille und Cassis, östlich der Calanque de Sugiton. Achtung Unfallrisiko, gefährliche Steilküste

Département Var

Le Jonquet, Stadt La Seine-sur-Mer

Östlich vom Kap Sicié. Zugang über den Küstenpfad ab Fabrégas, dann die 300 Stufen lange Treppe entlang der Felswand benutzen

Plage du Monaco, Stadt Le Pradet

Le Bau Rouge, Stadt Carqueiranne

Westlich von der Wohnanlage desselben Namens, über 200 m (Stadtverordnung vom 30.06.1977)

Plage des Vieux Salins, Salins d’Hyères

Stadtverordnung Nr. 412 vom 11.05.2009

Plage Le Layet – Cavalière, Stadt Le Lavandou

FKK toleriert

Plage Vénus in Fréjus

An der Argens-Mündung, Richtung Saint Aygulf. Zufahrt über die Nationalstraße RN98, öffentlicher Parkplatz

Ile du Levant

Cap Taillat und Plage de Pampelonne in Ramatuelle

FKK toleriert

Cap du Dramont in Saint-Raphael

FKK toleriert

Département Alpes Maritimes

Plage de la Batterie in Antibes – Golfe Juan

FKK toleriert

Plage Les Pissarelles in Cap d’Ail

Plage des Roches tombées in Théoule, gleich nach der Grotte von la Gardanne

Unsere Übernachtungstipps

Ratatouille: der provenzalische Klassiker

Ratatouille: der provenzalische Klassiker

Dieses leckere Gericht ist eines der beliebtesten der Provence, und jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Alle sind sich jedoch darüber einig, dass alle Gemüsesorten einzeln gekocht werden sollen! 

Sie brauchen:

  • 1 kg Zucchini, in 1 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 1,5 kg Auberginen, ungeschält und in 1 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 1,5 kg Tomaten, enthäutet und entkernt
  • 1 kg Paprika, entkernt und in schmale Streifen geschnitten
  • 500 g Zwiebeln, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer, Thymian, Lorbeerblatt, Olivenöl

Und so wird es gemacht…

In einer große Pfanne das Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen und alle Gemüse einzeln etwa 30 Minuten braten. Bei Bedarf weiteres Olivenöl hinzugießen. Die Tomaten beiseite legen.

Das gebratene Gemüse wieder zusammenbringen, die Tomaten, den Knoblauch und die Kräuter untermischen. Salzen, pfeffern und zugedeckt bei niedriger Temperatur noch 30 Minuten schmoren lassen.

Alternativ kann man für diese Etape auch alle Zutaten in einem Schmortopf zusammenbringen und in den Ofen bei 180 Grad schieben für 30 Minuten. 

In einer flachen, irdenen Schüssel anrichten und sogleich servieren. Dazu schmeckt ein Glas  Rosé-Wein. Die Ratatouille kann auch kalt gegessen werden. Man sollte sie dann vor dem Servieren mit etwas Olivenöl und Zitronensaft abschmecken.

Unsere Übernachtungstipps

Wandertipp: die Glutroten Esterelklippen

Wandertipp: die Glutroten Esterelklippen

Haben Sie gute Wanderschuhe?

Die Provence im Herbst. Warum eigentlich Herbst?

Klar, im Sommer ist es auch schön: blühende Lavendelfelder, tolle Märkte, Strand und Baden… Aber Herbst hat einen Vorteil: zu dieser Saison ist es deutlich ruhiger, Touristen weniger, und man kann trotz allem die warmen Temperaturen genießen.

Bei dieser angenehm milden Saison kann man auch Wandern gehen, ohne morgens früh um 5 aufstehen zu müssen… Heute wollen wir Sie zu einer Wanderung durch das Esterel-Massiv mitnehmen: 40 km Wanderwege und 100 km Radwege, ein Paradies für Sport- und Naturliebhaber. Schnüren Sie Ihre Wanderschuhe, und los gehts!

Vibrante Farben und traumhafte Aussichten

Das glutrote Esterel-Massiv erstreckt sich von Fréjus bis auf die Höhe von Cannes und ist eine der schönsten Gegenden der Côte d’Azur.

„Die lange, rote Küste fällt ins blaue Meer, das violett erscheint. Sie ist sonderbar, zerrissen und hübsch, mit unzähligen Spitzen und Buchten, mit eigenwilligen und reizenden Felsen, die zu tausend Phantasien verhelfen. Auf den Flanken des bewunderten Gebirges wachsen Föhrenwälder bis unter die Granitspitzen, die an Schlösser, an Städte und an steinerne Heere erinnern, welche einander verflogen. Und das Meer ist so klar an seinem Fuß, dass man einige Stellen bis zum sandigen Grund und ganz hinab zu den Pflanzen sieht.“

Guy de Maupassant

 

So beschreibt Guy de Maupassant die Esterel-Küste in seinem Reisebericht Sur l’eau (An Bord) von 1888. Die zerklüfteten Felsen aus rotleuchtendem Porphyr liefern mit dem tiefblauen Wasser eine Palette eindrucksvoller Farben. Das Esterel ist zwar ein niedriges, aber so stark erodiertes Massiv, dass man manchmal den Eindruck hat, im Hochgebirge zu sein. Die höchste Erhebung ist mit seinen 614 m der Mont Vinaigre.

 

1903 begann der französische Touring-Club damit, die zerklüftete, 30 km lange Esterel-Küste ausbauen zu lassen. Und so entstand die Corniche d’Or, eine der schönsten Steilküstenstraßen der Côte d’Azur. An der Küstenstraße (N98) laden zahlreiche kleine Buchten zum Baden ein, und es befinden sich hier unzählige Parkplätze mit Aussichtspunkten. Auf der Fahrt die Küste entlang durchquert man schöne Badeorte wie Cannes, La Napoule, Théoule-sur-Mer, Anthéor, Agay und Fréjus.

Unterwegs empfehlen wir, unbedingt an den folgenden Erhebungen zu halten: Sémaphore du Dramont, Pointe de l’observatoire und Pointe de l’esquillon.

 

Wandertipp: Circuit crête des Grues bei Théoule-sur-Mer

Ein herrliches Panorama auf das Esterel-Massiv, sowie auf die Bucht von Théoule, Mandelieu und Cannes.

Durchschnittszeit: 5 Stunden

Distanz: 12.52km

Höchster Punkt: 436m

Niedrigster Punkt: 1m

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Die detaillierte Wanderung gibt es hier zum herunterladen (auf Französisch. Wir empfehlen, die App Visorando auf das Handy herunterzuladen. Somit kann man ganz einfach die Wanderung mit GPS verfolgen und sich nicht verlieren).

Was man beachten sollte: reichlich Wasser mitbringen, denn es gibt keine Wasserstellen vor Ort. Parkmöglichkeit auf der Zufahrtsstraße zum Parkplatz (Achtung, die Straße ist eine Einbahnstraße). WC sind kostenlos am Hafen von Théoule vorhanden.

Photo credits: Marie Grou, Cedric SF, Doevos, Alain Stoll, Kent Wang, Pascal, Passion Leica, Jeanne Menjoulet, Fréderique Voisin-Demery, Jean-Michel Sanglerat

Unsere Übernachtungstipps