Der Charme der provenzalischen Landhäuser

Der Charme der provenzalischen Landhäuser

Die Landhäuser der Provence verströmen südliches Flair. Im Hausinnern herrscht nüchterne Eleganz, im Garten ergänzen Tontöpfe, alter Stein und Schmiedekunst erfolgreich das Dekor. Und weil südfranzösische Landhäuser so ganz im Zeichen des Authentischen und der Tradition stehen, zählen die Kunsthandwerker zu den großen Schätzen der Provence. Besuchen Sie unbedingt ihre Werkstätten. Und stöbern Sie bei Gelegenheit auch einmal bei den Antiquitätenhändlern von Isle-sur-la-Sorgue…

Provenzalische Möbel

Traditionelle provenzalische Möbel können Sie im Museum Louis-Vouland in Avignon entdecken oder auch bei der Besichtigung der zahlreichen Schlösser der Provence. Meist sind die Stücke aus Obstholz gearbeitet und mit Blumen und Blätterornamenten verziert. Manchmal kommt auch noch eine in warmen Farben gehaltene Verzierung dazu.

Typische Stoffe

Im 19. Jahrhundert begann in der Provence die Seidenraupenzucht, und entsprechend entwickelten sich Seidenwebereien.

Lange zuvor hatte man in Avignon und Orange jedoch bereits mit der Herstellung bemalter Baumwollstoffe begonnen. Da diese die Motive der aus Indien importierten Gewebe imitierten, trug ihnen dies den Namen „indiennes“ ein. Noch heute findet man die Stoffe in vielen Läden, wobei wir denen der Firma Souleiado den Vorzug geben. 

Auch die „boutis“, diese wohlbekannten, handgesteppten Tagesdecken, dürfen in der Einrichtung eines provenzalischen Landhauses nicht fehlen. Man findet sie problemlos und in vielen verschiedenen Farben auf den provenzalischen Märkten.

Schmiedeeisen, ein Muss

Geländer, Pergolas, Tische, Stühle… Schmiedeeisen findet überall Verwendung. Bei den Handwerkern können Sie auch kleinere Gegenstände als Mitbringsel beziehen.

Tontöpfe und Keramik

Es gibt unzählige Töpfer und Keramiker in der Provence – Sie haben die Qual der Wahl! Fast jedes kleines Dorf hat seine Töpferei, und jeder Töpfer besitzt seinen eigenen Stil.

Ton wird neben Geschirr auch zu Ziegeln oder zu Fliesenböden verarbeitet, und trägt auch in dieser Form zur warmen Atmosphäre der provenzalischen Landhäuser bei.

Unsere Übernachtungstipps

Marseille: Ideen für einen Tagesausflug

Marseille: Ideen für einen Tagesausflug

Kaum 2 Stunden Auto vom Luberon entfernt, und dennoch von vielen Urlaubern verachtet, weil “zu dreckig” oder gar gefährlich. Dabei hat Marseille so viel zu bieten: Kultur, Gastronomie, schöne Badebuchten und tolle Wanderungen. Hier listen wir einige Ideen, die man umsetzen sollte.

Ankommen und auf zum Vieux Port

Wenn Marseille eine Postkarte wäre, dann wäre der “vieux port” (alter Hafen) bestimmt darauf abgebildet. Der kleine Hafen mit seinen vielen angedockten Segelbooten und die Cafés laden zum Spaziergang ein. Ganz idyllisch gelegen gibt es den Caravelle. Im ersten Stock liegt das gut versteckte Restaurant, dessen Eingang nicht einfach zu finden ist. Hoch über dem alten Hafen und auf die “Bonne Mère”* schauend kann man einen guten aïoli bestellen, oder sich Abends auf Cocktails einlassen. Da der Ort klein ist, kann es auch vorkommen, dass das Restaurant schon ausgebucht ist, wenn man anruft. Alternativ haben wir noch einen super Tipp: l’Epicerie l’Idéal (11 Rue d’Aubagne, 13001 Marseille) in der Nähe von la Maison Empereur (Laden, den wir später erwähnen).

*Notre-Dame de la Garde, im Volksmund La Bonne Mère – „die gute Mutter“, ist eine Marien-Wallfahrtskirche in Marseille.

Im Panier schlendern

Das Quartier du Panier liegt nördlich des Alten Hafens im 2. Arrondissement und wird von den Einheimischen knapp „Panier“ genannt. Hier entstanden die ersten Besiedelung Marseilles: Die Grundrisse der Straßen und Treppen entsprechen zum großen Teil der griechischen Zeit. Die heutigen Häuser stammen überwiegend aus dem 18., einige aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Lange hatte der Panier eine schlechten Ruf und Touristen scheuten sich vor der Gegend. Renovierungen und ein Luxushotel haben aber dieses Viertel komplett verändert und nun gehört es zu einer der lebhaftesten Orte der Stadt: die Alten reden in den Straßencafés über Fußball, es wird mit weit geöffneten Fenstern gelebt und man hört immer den Fernseher, die Musik… Schöne Graffitis schmücken die Mauern und viele Handwerker haben sich dort niedergelassen: Keramisten, Schmuckhändler, Designer…

Wir empfehlen die Messerschmiede “La coutellerie du Panier” (22 Rue du Panier, 13002 Marseille). Die Werkstatt befindet sich direkt im Laden, sodass man den Handwerkern beim Schmieden und Formen der Kreationen über die Schulter schauen kann. Es gibt ebenfalls die Möglichkeit, einen Tag lang mit den Schmieden sein eigenes Messer hand zu fertigen.

Ebenfalls einen Abstecher Wert: das Atelier Celadon (40 Rue Sainte-Françoise, 13002 Marseille) für Keramik und Designer Objekte.

La Maison Empereur, die größte Fundgrube der Welt!

Unweit der Canebière, einer der großen Hauptstraßen, gibt es einen Laden über mehrere Etagen, la Maison Empereur. Es ist die erste “Quincaillerie” (Blech-und Metallwarenladen das sich auch mit der Zeit zum großen Basar verwandelt hat) Frankreichs. Der Laden ist seit fast 190 Jahren eine echte Institution für die Einwohner von Marseille. Heute wird das Geschäft von Laurence Renaux-Guez, der Vertreterin der sechsten Generation ihrer Familie, geführt. Neben Küchenartikeln, Besteck, Kleidung, Haushaltswaren, Heimwerkerartikeln und Gartenartikeln, gibt es hier auch sehr viel seltenere oder sogar völlig ausgefallene Gegenstände, die zum stundenlangen Stöbern einladen. Alle Artikel im Laden sind handgefertigt.

Maison Empereur, 4 Rue des Récolettes, 13001 Marseille

Panisse und Bier auf den Höhen von Marseille

Und ein Tag in Marseille kann nicht ohne ein Apéro mit Panisse und Bier zu Ende gehen. Panisse, diese fritierte Kicherbsenpaste, gehört zum lokalen Stolz und wird gerne als Snacks oder Beilage gegessen. Der beliebteste Spot ist ohne Zweifel der Café de l’Abbaye (3 Rue d’Endoume, 13007 Marseille), wo sich sehr früh schon die Einwohner drängeln, um einen Platz auf der Terrasse zu finden. Hier bestellt man direkt an der Bar. Der Ausblick, die Stimmung und die warme Meeresbrise tragen dazu bei, dass man sich wunderbar fühlt. So kann der Tag langsam ausklingen, bevor es zurück nach Hause geht.

Andere Adressen:

ESSEN

Omer
Mediterrane Küche
13 Place Notre Dame du Mont,
13006 Marseille

Le relais Corse
Leckere Tapas aus Korsika
49 Avenue du Prado,
13006 Marseille

KULTUR

MUCEM (Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée)
Ein Museum, dessen Architektur genauso beeindruckend ist wie seine Ausstellungen
1 Esplanade du J4,
13002 Marseille

Hospice de la Charité
Absolut sehenswertes Monument im Panierviertel
2 Rue de la Charité,
13002 Marseille

APERITIF

Rowing Club
Wahrscheinlich die beste Aussicht in ganz Marseille
34 Boulevard Charles Livon,
13007 Marseille

Le bar sur la mer Noctilio
Eine Bar auf einem Boot!
Fort St Jean, Prom. Louis Brauquier,
13002 Marseille

Photo credits: Maison Empereur Facebook, Caravelle Facebook, Café de l’Abbaye Facebook, Coutellerie du Panier Facebook, Atelier Celadon Facebook, @Marie, @Elisa Azzali, @Giuliaduepuntozero

Unsere Übernachtungstipps

Les Baux-de-Provence: eines der schönsten Dörfer Frankreichs

Les Baux-de-Provence: eines der schönsten Dörfer Frankreichs

Les Baux-de-Provence ist mit Sicherheit eine der bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten des Regionalparks der Alpilles. Das auf einem Felsen gelege Dorf dominiert aus luftiger Höhe sein Umland und bietet einen schönen Ausblick auf das beginnende Alpillemassiv und die ihm vorgelagerte Ebene. Von Saint Rémy-de-Provence, Maussane-les-Alpilles, Le Paradou oder auch Fontvieille ist dieser einmalige Ort nur einen Katzensprung entfernt.

Eines der schönsten Dörfer Frankreichs

Den Titel eines der schönsten Dörfer Frankreichs hat Les Baux-de-Provence aber nicht ausschließlich seiner geografischen Lage zu verdanken. Von bestechender Schönheit ist vielmehr auch das Dorf selbst mit seinen aus dem allgegenwärtigen Kalkstein gebauten Gassen und Häusern. Seine Burgruine – flächenmäßig die größte Frankreichs – unterstreicht einmal mehr die fast organische Eingliederung der Dorfes in die Landschaft. Grauer Stein, das Grün der mediterranen Vegetation und die lachs- oder beigefarbenen Ziegeldächer bestimmen das Bild. Das ganze unter dem blauen Himmel der Provence.

Kapellen, Kunst… und Kriegsgerät

Neben der Burgruine, bemerkenswerten Häusern aus dem 16. Jahrhundert und diversen Kunstgalerien erwartet Sie in Les Baux-de-Provence ein Museum für provenzalische Krippenfiguren. Weihnachten in der Provence ist bis heute nicht denkbar ohne die sog. „santons“. Entsprechend sind die handgemachten Krippenfiguren alljährlich auf den Weihnachtsmärkten oder direkt bei den entsprechenden Kunsthandwerkern erhältlich. Weiterhin sind die Kirchen und Kapellen der Baux-de-Provence einen Besuch wert. Die Kirche Saint Vincent-des-Baux ist teilweise in den Fels gehauen, die Kapelle Sainte Cathérine stammt aus dem 12. Jahrhundert, und die Kappelle Saint Blaise ist ein Zeugnis des romanischen Baustils. 

Wenn Sie sich für mittelalterliche Kriegskunst interessieren, hält Les Baux-de-Provence eine kleine Überraschung für Sie bereit: Vom ersten April bis zum 30. September werden mehrmals täglich ein Katapult, ein Rammbock und die größte Blide Frankreichs im Einsatz gezeigt. Das Publikum wirkt aktiv beim Laden der Geräte mit, und einige Geschosse erreichen die erstaunliche Reichweite von 200 Metern.

Die Bilderzauberei

Das seit 1977 bestehende Kunstprojekt Carrières des Lumières ist ebenfalls eine Besonderheit der Baux-de-Provence: In einem naheliegenden Steinbruch werden von speziell ausgewählter Musik begleitet Bilder auf meterhohe Steinwände projeziert. Dabei braucht es weder Kommentare noch Erklärungen, denn Ort, Musik und Werke lassen gemeinsam eine Atmosphäre entstehen, die unabhängig von Alter und Sprache begeistert.

Unsere Übernachtungstipps

Avignon: die andere Papststadt

Avignon: die andere Papststadt

Heute wollten wir einen Tagesausflug in Avignon machen. Diese Stadt ist eines der Startpunkte, wenn man mit dem Zug in den Süden runter zischt und von dort aus mit einem Mietwagen die letzten Kilometer Richtung Luberon fährt.

Avignon und sein Theaterfestival

Eine Stadt, die sich besonders im Juli lohnt, denn das Theaterfestival lässt die ganze Stadt aufblühen. Jongleure, Pantomimekünstler und Musiker verwandeln den „Place du Palais“ vor dem Papstpalast und die gesamte Innenstadt in eine bunte Freilichtbühne. Überall gibt es Plakate und Flyer auf den Mauern, und Theatertruppen improvisieren vor den Cafés Terrassen, um für ihr Stück zu werben.

Neben dem „In“-Festival gibt es seit Ende der 60er Jahre das inoffizielle „Off“-Festival, das gleichzeitig stattfindet und über 350 Stücke junger Truppen anbietet. Auch wenn man keine Theateraufführung besucht, kann man die Aufregung aufschnappen, indem man einfach durch die Gassen schlendert. Ich habe noch lebhafte Erinnerungen daran, wie ich (Léa) als Kind durch die Straßen von Avignon rannte, immer gespannt, welches Schauspiel es um die nächste Ecke gab.

Die Insel Barthelasse

Wenn man es ruhiger mag, kann man sich ans Ufer der Insel Barthelasse niederlassen und die Postkartenansicht von Avignon genießen: Von hier aus haben Sie freien Blick auf die weltberühmte Brücke Saint-Bénézet (auch „Pont d’Avignon“ genannt), die nur noch zur Hälfte erhalten ist, da der hölzerne Teil die Jahrhunderte nicht überdauerte, den dominierenden Kalkfelsen, über dem sich die Kathedrale Notre-Dame-des-Doms erhebt und natürlich den unübersehbaren Papstpalast.

Nur wenige Kilometer von der Altstadt entfernt ist die Insel Barthelasse mit ihren Obstgärten die größte Flussinsel Frankreichs. Sie bietet 13 Kilometer weites Netzwerk ausgewiesener Wander- und Radwege.

Ein Teil der Ufer der Insel Barthelasse ist im Inventar der Naturschätze als ZNIEFF, „Zone naturelle d’intérêt Ecologique, Faunistique et Floristique“, eingestuft. Sie beherbergen Brutvögel, Igel, Spitzmäuse, Wiesel und Dachse, Siebenschläfer und Biber, aber auch Sperber, Graureiher, Tauchenten, Stockenten und Kormorane.

Nach dem Spaziergang kann man die Branntweinbrennerei Manguin besichtigen und von dieser mit einer Flasche Birnen-Branntwein, Spezialität des Hauses, zurückkehren.

Die Insel ist mit einem kostenlosen Wasserbus (Traillefähre) und mit dem Auto über die Daladier-Brücke erreichbar.

Jardin des Doms

Ein weiterer Spaziergang und Ausblick bietet der „Jardin des Doms“ (neben der „Cathédrale des Doms“). Der Garten des „Rocher des Doms“ (Dom-Felsen) ist die Wiege der Stadt. Der höchste Punkt Avignons bietet einen wunderschönen Blick auf den Fluss, die berühmte Brücke und die Glockentürme der Stadt.

Papstpalast

Nicht vermissen sollte man den Papstpalast, auch wenn er touristisch überlaufen ist. Ab dem 14. Jh. residierten in Avignon insgesamt neun Päpste an. Der Papstpalast ist das steinerne Zeugnis ihres Reichtums und wurde hauptsächlich von zwei Päpsten errichtet: Benedikt XII und Clemens VI. In Revolutionszeiten wurden die Räumlichkeiten als Pferdestall zweckentfremdet.

Heute ist der Papstpalast ein Museum, das man mit Tablets besuchen kann. Diese ermöglichen durch Augmented Reality, die ursprünglichen Räume mit den Möbeln und Dekoration zu Zeiten der Päpsten zu visualisieren. Für Kinder gibt es außerdem noch interaktive Spiele: z.B. eine Schatzsuche, bei der man in jedem Raum Goldmünzen finden muss; oder das „Selfie“ in Papstkleidung, die man als Erinnerung an seine Mailbox schicken kann.
Das Tablet hat auch eine Deutsche Version und ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Rue des Teinturier

Zum Schluss sollte man entlang der „Rue des Teinturiers“ schlendern. Die „Färberstraße“ verströmt ein mittelalterliches Flair. Die Hersteller der so genannten Indienne-Stoffe siedelten sich im 18. Jh. in diesem Viertel an und benutzten das Wasser der Sorgue als Antriebskraft und zum Waschen. Einige Schaufelräder sind noch erhalten. Heute befinden sich in der Straße zahlreiche Cafés, Restaurants und kleine Boutiquen.

Bonus: Unser Geheimtipp für Deko-Fans, Vox Populi

In ihrem Atelier und Showroom in Avignon inszeniert Pascale Palun ein sehr persönliches, poetisches und geheimnisvolles Universum. Verwitterte Materialien, die von Erinnerungen geprägt sind, sind die Rohstoffe der Designerin. In ihren Händen erhalten abgenutzte Gegenstände, die von der vergehenden Zeit zeugen, einen zweiten Atem und werden von einer neuen Geschichte durchdrungen.

Vox populi
35 rue bonneterie, 84000 Avignon

Schleckerpausen

Mittagessen bei Ginette

Für uns eine Evidenz, wenn wir Avignon besuchen: Die großen, reichlich garnierten “Tartines” (Brotaufstriche) machen satt und schmecken einfach super. Eine tolle Adresse für die Mittagspause, bevor es mit dem Sightseeing weitergeht.

Epicerie chez Ginette
25-27 Place des Corps Saints, 84000 Avignon
Jeden Tag geöffnet

Goûter bei Pâtisserie Vernet

Diese Adresse ist ehrlich gesagt eine Empfehlung von einer Freundin, die von Pâtisserie begeistert ist. Der Zitronen-Yuzu-Windbeutel mit Schlagsahne aus weißer Schokolade ist ihr Geheimtipp.

Pâtisserie Vernet
77 Rue Joseph Vernet, 84000 Avignon
Montags geschlossen

Abendessen bei La Cour d’honneur

Eine sehr diskrete Adresse, wo Sie marktfrische Küche genießen können. Wenn Sie die Schwelle eines „hôtel particulier“ (altes Bürgerhaus, heute als historisches Monument eingestuft) überschreiten, befinden Sie sich in einer ruhigen Umgebung. Der Ehrenhof empfängt Sie an schönen Tagen im Schatten von Glyzinien und hundertjährigen Bäumen.

La Cour d’honneur
58 Rue Joseph Vernet, 84000 Avignon

Abendessen mit Ausblick auf der Insel Barthelasse: Le bercail

Auf der großen Terrasse am Ufer der Rhône, im Schatten der hundertjährigen Platanen (500 Jahre), bietet das Restaurant einen wundervollen Blick auf die Brücke St Bénezet und den Rochers des Doms.

Le Bercail
162, chemin des Canotiers – Ile de la Barthelasse, 84000 Avignon

Photo credit: Guillaume Mangeret, manufrakass, rey perezoso, _jaime1, grego1402, Geoff Leeming, Luis Ascenso

Unsere Übernachtungstipps

Villars: Hinter den Kulissen von Jean-Paul’s Bäckerei

Villars: Hinter den Kulissen von Jean-Paul’s Bäckerei

Villars und seine Gemeinde

Unser heutiges Thema bringt uns dieses Mal in Villars im Vaucluse. Ein kleines, typisches Dorf der Provence, mit seinem Springbrunnen auf dem Dorfplatz sowie seiner kleinen Kapelle nebenan. Gegenüber des Brunnens findet man die “Bar des amis”, wo man Mittags und Abends etwas trinken und essen kann, ohne großen Schnick Schnack. Die Bar gehört der Gemeinde und alle 4 bis 5 Jahre wechselt die Leitung. Warum die Besitzer sich so oft ablösen kann sich im Dorf keiner wirklich erklären: manche meinen, die Miete sei zu hoch, andere, dass die ausgewählten Kandidaten meistens zu jung sind und nicht in Villars Karriere machen wollen.

Der Bäcker Jean-Paul

Ein Laden, der aber seit Jahren nicht gewechselt hat, ist die Bäckerei von Jean-Paul. Auf der anderen, gegenüber gelegenen Seite des Springbrunnens findet man die kleine Bäckerei und seinen Bäcker, der meist still und diskret hinter seiner Theke das Brot bedient. Sehr zurückhaltend in seiner Attitüde, gibt Jean-Paul nicht viel von sich Preis. Dabei hat er eine beachtliche Karriere hinter sich.

Immer die gleichen Gesten

Von einer spanisch immigrierten Großfamilie stammend, begann er sehr jung zu arbeiten. Er lernte den Bäckerberuf in Sarrians, wo sein Meister nur mit traditionellen Steinofen und Hefen arbeitete. Und generell sehr klassisch in der Angehensweise. Das erzählte Jean-Paul während er seine Croissants zubereitete. “Siehst du den kleinen Einschnitt, denn ich hier mache? Wenn du den machst, kann man den Croissant einfacher formen. Das war bei meinem Meister verboten, weil es unüblich ist. Er war wirklich alte Schule. Aber jetzt mache ich eh, was ich will” fügte er schmunzelnd hinzu. Bis auf diese Kleinigkeiten hat Jean-Paul aber die alten Herstellungsmethoden fortgeführt, wie zum Beispiel den “Beaucaire”: zwei übereinander aufgestellte Brotteige, die dann seitwärts gebacken werden. Dieses provenzalische Brot gibt es seit dem 15. Jahrhundert und war sehr begehrt, denn das Brot trocknete langsamer aus andere Formen.

Der Steinofen

Jean-Paul backt sein Brot wie kaum noch jemand in der Region: er benutzt einen traditionellen Steinofen, den er Stunden vorher anheizen muss, um die gewollte Temperatur zu erlangen. Seine Arbeit beginnt in der Nacht, wo er anfängt, das Holz zu brennen und nebenbei den vorbereiteten Teig zu formen.

Besonders beeindruckend ist der Moment, wo er gegen 6 Uhr morgens seine Teige in den Ofen schiebt. Die Öffnung des Ofens in Villars ist sehr schmal und der Ofen an sich mehrere Meter tief. Um viele Brote gleichzeitig zu backen, benutzt Jean-Paul meterlange Brotschaufeln, auf welchen er bis zu 5 baguettes einreiht, bevor er diese in den Ofen schiebt. Wenn man die Bäckerei betritt, sieht man seine Schaufeln über den Ofen hängend und kann sie bewundern.

Die Bäckerei macht auf

Kurz später kommt der Moment, wo alles schnell geht, denn es ist auch die Zeit, wo die ersten Stammkunden von Villars ankommen, um Brot zu kaufen oder einen Kaffee zu trinken und zu plaudern, bevor es auf die Arbeit geht. Und die kleine Espressomaschine von Jean-Paul war an dem Morgen besonders erfolgreich, weil die “Bar des amis” geschlossen hatte. Der Grund: ein erneuter Besitzerwechsel. Und auch in der Boulangerie wurde darüber gesprochen:

“Hé Jean-Paul! Hast du auch gehört, wer die ‘Bar des amis’ übernimmt? Es ist der Kellner von ‘La Fontaine’. Mensch, ich weiss nicht so recht, ob das eine gute Entscheidung war… Ich meine, er kommt nicht wirklich aus Villars, aber mal sehen, wie sich das alles entwickelt! Allez, ich muss los, bis morgen!”

Jean-Paul nickte, ordnete sein Brot, verteilte Kaffee und arbeitete still weiter. Er wusste seit zwei Wochen Bescheid.

Wann kann man bei Jean-Paul sein Brot kaufen?

Jean-Paul heizt seinen Ofen nur ein Mal am Tag an, deswegen kann es sein, dass vieles um 16:00 Uhr schon verkauft wurde. Frühaufsteher können meistens um 7 Uhr Jean-Paul noch beim backen beobachten. Nachmittags ist seine Boulangerie geschlossen, damit er schlafen kann.

Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag
7:00 Uhr bis 12:30 Uhr, dann 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Samstag, Sonntag
7:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Mittwoch
Geschlossen

Unsere Übernachtungstipps

Ockerfelsen: Unglaubliche Farben in der Provence

Ockerfelsen: Unglaubliche Farben in der Provence

Die Gegend von Apt, zwischen Roussillon, Gargas bis nach Rustrel ist berühmt für die braunrote Erde, die Landschaft und Häusern zauberhafte Farbtupfer verleiht. Einzigartige Farbtöne von Hellgelb, Beige, Goldgelb, Rot, Violett, Braun und Grün kommen als natürliche Erdfarben vor. Eisenoxidvorkommen sind für die Verfärbung der Erde verantwortlich, aus der man seit Urzeiten natürliche Pigmente zur Herstellung von Farben und Putzen gewinnt und die ungewöhnliche Farbigkeit eine besondere Sehenswürdigkeit für die Besucher dieser Gegend darstellt.

Bekanntester Abbauort in Europa ist die Region um Roussillon. 

Das Dorf Roussillon hat sich ganz in die Farbtöne gekleidet, für die es berühmt ist, und beeindruckt mit ockergelben und ockerroten Fassaden. Hier befindet sich in der ehemaligen Fabrik Mathieu « Le Conservatoire des ocres et pigments appliqués », das Conservatorium für Ocker und angewandte Farben, eine Art Ockermuseum und Ockerforschungsstätte. Hier dreht sich alles um Farben! 

Das ganze Jahr über werden Vorträge und praktische und künstlerische  Kurse zu verschiedenen Themen der Farbe angeboten: Konferenzen, Demonstrationen, Tage der offenen Tür und spezielle Veranstaltungen  füllen den Kalender!

Aktuelle Informationen unter www.okhra.com 

Ein eindrucksvolles, ebenfalls aufgegebenes Abbaugebiet liegt etwa 20 km östlich von Roussillon im Colorado bei Bouvène, südlich von Rustrel. Diese Vorkommen wurden schon in der Römerzeit genutzt, dann aber vergessen und erst 1780 wiederentdeckt.

Ein Besuch lohnt sich und ist für Kinder und Junggebliebene ein Riesenspaß, allerdings sollten sie für eine Wanderung durch das Ockerland unempfindliche oder gut waschbare Kleidung anziehen, denn der feine Pigmentstaub ist sehr anhänglich.

Unsere Übernachtungstipps

Märkte der Provence: Wo kann man schlendern?

Märkte der Provence: Wo kann man schlendern?

Was ist der Midi ohne seine farbenfrohen Märkte? 

Ein ganz besonderes Flair verbreiten die zahlreichen Wochen- und Bauernmärkte in Ihrer Urlaubsregion. Ob ganzjährig oder nur im Sommer, in der Vegetationszeit, um die saisonal reifenden Gemüse und Früchte vor Ort zu vermarkten: mit ihrer Fülle und Farbigkeit präsentieren sie mediterranes Klima und Lebenskultur. Manchmal hat man einfach Lust, sich in eines der einladenden Straßencafes zu setzen und nur die Atmosphäre aufzusaugen, einen Pastis oder Café crème  zu sich nehmen und die Seele baumeln lassen.

Provenzalische Märkte im Luberon

Montag: morgens in Cadenet, Cavaillon und Lauris

Dienstag: morgens in Cucuron, Gordes, La Tour d’Aigues

Mittwoch: morgens in Pertuis, ab 17 Uhr in Coustellet (Juni bis August)

Donnerstag: abends in La Motte d’Aigue (Juni bis September)

Freitag: morgens in Carpentras, Bonnieux, Lourmarin, Pertuis

Samstag: morgens in Apt (ein 800 Jahre alter Markt), Pertuis, Cadenet (Mai bis Oktober)

Sonntag: morgens in L’Isle-sur-la-Sorgue (mit ganztägigem Antiquitätenmarkt), Coustellet (April bis Dezember, absolut empfehlenswert)

Provenzalische Märkte in den Alpilles

Montag: morgens in Fontvieille, ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès 

Dienstag: morgens in Eygières und Le Paradou, ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès

Mittwoch: morgens in Arles, Mouriès und Saint Rémy, ab 17 Uhr in Fontvieille (30.06. – 01.09.) und Saint Etienne-du-Grès

Donnerstag: morgens in Maussane-les-Alpilles, ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès

Freitag: morgens in Eygalières, Fontvieille und Eyrargues, ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès

Samstag: morgens in Arles (er erstreckt sich über 2 km boulevard des Lices und avenue Èmile Combes), ab 17 Uhr in Saint Etienne-du-Grès

Sonntag: morgens in Châteaurenard

Provenzalische Märkte an der Côte d’Azur

Täglich morgens in Antibes (Cours Masséna), Sainte-Maxime (sehr belebte Markthalle), Saint-Raphael (Place de la République, Pace Victor Hugo und Vieux Port), Toulon (Cours Lafayette, außer montags).

Dienstag: morgens in Bormes-les-Mimosas (Pin-de-Bormes), Cotignac, Fayence, Lorgues, Saint-Tropez 

Mittwoch: morgens in Aups, Bormes-les-Mimosas (vieux village), Brignoles, Cogolin, Draguignan, Fréjus, La Garde-Freinet, Sanary-sur-Mer, Tourtour 

Donnerstag: morgens in Bargemon, Fayence, Grimaud, Le Lavandou, Ramatuelle, Villecroze

Freitag: morgens in Le Beausset, Entrecasteaux, Le Luc, Roquebrune-sur-Argens, Sainte-Maxime  

Samstag: morgens in Aups, Barjols, Brignoles, Callas, Cogolin, Fayence, Fréjus, Hyères , Saint-Tropez, Tourtour 

Sonntag: morgens in Le Beausset, La Croix-valmer, Draguignan, Fréjus, La Garde-Freinet, Port-Grimaud,  Ramatuelle

Versäumen Sie auch auf keinem Fall den Wochenmarkt samstags in Aix-en-Provence rings um den Justizpalast herum. In Aix finden auch täglich mehrere Märkte statt (place Richelme, place de la Madeleine oder place des Pêcheurs).

Unsere Übernachtungstipps

Grasse: Welthauptstadt der Parfümerie

Grasse: Welthauptstadt der Parfümerie

Grasse ist eine reizende historische Stadt. Auf den ersten Reliefen der Voralpen gebaut, beherrscht sie majestätisch das Hinterland von Cannes und bietet wunderschöne Panoramablicke. Der interessanteste Teil der Stadt ist natürlich das historische Zentrum mit seinen verschlungenen und engen Gassen, seinen mittelalterlichen Häusern, seinen roten oder gelben Ockerfassaden, seinen typisch provenzalischen schattigen Plätzen und seinen hübschen kleinen Läden.

Die Altstadt ist der perfekte Ort zum ziellosen Schlendern. Die kleinen Gassen werden Sie zum Kirchplatz der Kathedrale Notre Dame-du-Puy führen. Links davon befindet sich ein kleiner Platz voller Blumen, von dem aus Sie einen der hübschesten und spektakulärsten Ausblicke auf das Umland haben. 

Zweifellos werden Sie ebenfalls den im 19. Jh. gebauten Place aux Aires entdecken. Hier findet jeden Vormittag der Blumenmarkt statt. Im Sommer bieten die im 17. und 18. Jh. um den Platz herum gebauten Arkaden angenehmen Schatten. Am Abend, bevor die Sonne hinter den Häusern verschwindet, erstrahlen manchmal die Fassaden in zauberhaften Farben. Ein wahres Glück für Fotografen!

Versäumen Sie auch nicht das Internationale Museum der Parfümerie mit seiner großartigen Sammlung von Gegenständen aus der Parfüm- und Kosmetikherstellung.

Machen Sie schließlich auch einen kleinen Abstecher in das Musée provençal du costume et du bijoux (Provenzalisches Trachten- und Schmuckmuseum) sowie die Läden der drei berühmtesten Parfümhersteller der Stadt: GalimardFragonard und Molinard.

Kleine Geschichte der Parfümerie in Grasse

Alles begann mit den „Maîtres gantiers parfumeurs“ (Parfümhändler und Hersteller von feinen Lederhandschuhen), die von König Ludwig dem 14. das Monopol auf den Handel mit Düften erhielten.

Zu Beginn sind die „Maîtres gantiers parfumeurs“ Gerber, die sich auf die Herstellung von feinen parfümierten, damals von Aristokraten in ganz Europa sehr geschätzten Lederhandschuhen spezialisiert haben. Der Erfolg der Handschuhe lässt sich umso besser nachvollziehen, wenn man bedenkt, dass diese Damen und Herren sich praktisch niemals wuschen. Sie befürchteten nämlich, dass Bäder die Ausbreitung von Krankheiten unterstützen würden. Die damals hergestellten Düfte waren gemäß dem Gestank, der wohl in den Städten geherrscht hat und den es zu verdecken galt, eher kräftig. 

Um über die notwendigen Rohstoffe zu verfügen, begannen die „Maîtres gantiers parfumeurs“ auf den Hügeln von Grasse mit dem Anbau verschiedener Duftpflanzen wie dem Jasmin, der Rosa centifolia, dem Veilchen, der Mimose, der Tuberose, dem Lavendel und vielen mehr. Die Lohgerbereien verschwanden nach und nach, und aus der Parfümherstellung entwickelte sich eine eigene erfolgreiche Industrie.

Die als Welthauptstadt des Parfüms bezeichnete Stadt Grasse hat viele der berühmten Namen der Parfümerie zur Welt kommen sehen. Der zweifellos bedeutendste ist Galimard, der seine Parfümerie 1747 gründete. Das Unternehmen setzt sich seit nunmehr über 250 Jahren mit einem außergewöhnlichen Know-how fort, das seine Inspiration sowohl in industriellen Methoden als auch im Luxushandwerk findet. Nach Galimard ist die älteste Parfümerie das Haus Molinard, das nahezu ein Jahrhundert nach seinem berühmten Vorgänger gegründet worden ist.

Die Parfümerie Molinard war lange für ihre Kölnisch Wasser berühmt. 1921 schuf Molinard die berühmten Düfte Habanita und Concréta, die auch heute noch im Verkauf sind. 1926 schuf schließlich Eugène Fuchs zu Ehren des berühmten Malers die Parfümerie Fragonard.

Die Parfümerie ist noch heute der wichtigste Arbeitssektor von Grasse.

Unsere Übernachtungstipps

Aix-en-Provence: auf den Spuren von Cézanne

Aix-en-Provence: auf den Spuren von Cézanne

Aix-en-Provence – ist nicht nur die Stadt der leckeren Calissons…

In Frankreich zählt Aix-en-Provence zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität. Schon den Römern gefiel die Gegend so sehr, dass sie hier ihre erste Stadt auf gallischem Boden gründeten: Aquae Sextiae Salluviorum.

Bischofsstadt, königliche Altersresidenz, historische Hauptstadt und Parlamentssitz der Provence – durch die Jahrhunderte stand Aix als politisches Verwaltungszentrum und eine Stadt, in der Bildung, Kunst und Kultur beheimatet waren.

Die 1649 angelegte Prachtmeile Cours Mirabeau mit den zwei Brunnen Fontaine de La Rotonde und Fontaine du Roi René ist eine der schönsten Boulevards und lädt ein, die liebevoll restaurierte Altstadt und die Adelspaläste zu besuchen.

In der Universitätsstadt sind Kunst und Kultur auch noch heute zu Hause und machen mit dem studentischen Angebot an Bars und Diskotheken den Flair der Stadt aus.

Der wohl berühmteste Sohn der Stadt ist der Maler Paul Cézanne (1839–1906). Zu Lebzeiten von seinen Mitmenschen verspottet und missachtet, ist er in der Gegenwart ein wahrer Tourismusmagnet für seine Heimatstadt und die umliegende Umgebung des “Massif de St. Victoire”.  

  • Seit 2006, zum 100. Todestages des Künstlers, gibt es einen markierten Rundgang von Cézannes Geburtshaus in der Rue de l’Opéra bis zur letzten Adresse an.
  • Vom Stadtzentrum führen fünf markierte Wege, mit den Augen des Malers die Landschaft der Umgebung zu entdecken.
  • Das Atelier Les Lauves ist der Öffentlichkeit dank einer amerikanischen Stiftung seit 1954 zugänglich.

    Hier, zwischen den Gegenständen, die ihm lieb und teuer waren, seinen Möbeln und seinem Arbeitsmaterial, werden Sie die Gegenwart des Malers am intensivsten spüren. Von 1902 bis zu seinem Tod im Jahr 1906 arbeitete Cezanne jeden Morgen in diesem hellen und stillen Atelier, in dem Dutzende von Werken entstanden, die heute in den großen Museen der Welt aufbewahrt werden, darunter die letzten Grandes Baigneuses

  • Das Musée Granet in Aix kann dank einer Leihgabe aus dem Louvre den Sohn der Stadt präsentieren. Das Museum erhielt 1984 neun Gemälde und sechs Aquarelle, darunter ein Motiv aus der Reihe der Badenden und ein Porträt der Mme Cézanne.

 

Émile Zola (1840–1902) wuchs ebenfalls in Aix auf und war Mitschüler von Paul Cézanne, mit dem er befreundet war.

Unsere Übernachtungstipps

Bergdörfer des Luberon: Von Bonnieux bis Gordes, diese Dörfer darf man nicht verpassen

Bergdörfer des Luberon: Von Bonnieux bis Gordes, diese Dörfer darf man nicht verpassen

Sie haben sich in der schönen Gegend um den Luberon für Ihren Urlaub ein Ferienhaus ausgesucht. Dass es hier den Regionalen Naturpark Luberon gibt, lässt ahnen, dass die Landschaft um den Gebirgszug des Kleinen und  Großen Luberon besonders geschützt, weil außergewöhnlich und bemerkenswert ist. Berge, Hügel, Täler, Schluchten Hochplateaus und flaches Land in der Ebene – unglaublich abwechslungsreich präsentiert sich das Gebiet. Das Luberonmassiv selbst ist durch seine natürliche Vielfalt „Biosphären-Reservat“ der UNESCO. Und das ist auch sein Vorzug! 

Die charmanten kleinen Bergdörfer mit ihrem unverwechselbaren Flair laden ein zum Schauen und Verweilen.

Sieben von den 150 „schönsten Dörfern Frankreichs“ gekennzeichneten Dörfern befinden sich im Luberon. Entdecken Sie den Luberon mit seinen Dörfern, seinen Weinbergen, seinen Märkten, kurzum seiner Lebensart.

Gordes

Gordes ist ein entzückendes Dorf auf einem Felsvorsprung hoch über dem Tal des Calavon. Sein Schloss bietet eine Dauerausstellung des flämischen Malers Pol Mara. Auch sehenswert sind die Bories (Trockensteinbauten) sowie die 1148 gegründete Zisterzienserabtei von Sénanque. Die Abtei von Sénanque soll man besonders in Juni oder Juli besichtigen und den malerischen Farbkontrast der Lavendel bewundern.

Die Bories

Abtei von Sénanque

 

Bonnieux

Von einer romanischen, mit einer Treppe von 86 Stufen zugänglichen Kirche dominiert, bewahrt Bonnieux noch einige Spuren von Türmen und Befestigungsanlagen der bischöflichen Epoche (13. Jh.). Fünf km vom Dorf entfernt, überquert die Brücke Julien den Calavon. Sie ist eine bewundernswert bewahrte, römische Brücke des ersten Jahrhunderts vor J.-C.

Die ersten Aussaaten des Zedernwaldes (la Forêt des Cèdres) wurden 1861 im kleinen Luberon gepflanzt. 250 ha erstrecken sich heute auf die Gemeinden Lacoste, Ménerbes und Bonnieux. Eine kleine Wanderung dort lohnt sich unbedingt. Der Wald wirkt angenehm frisch im Sommer, duftet so herrlich nach Zedern und bietet sehr schöne Aussichtspunkte.

 

Lacoste

Das ehemalige protestantische Dorf Lacoste liegt gegenüber von Bonnieux. Über dem malerischen Dörfchen dominiert die Château-Ruine des Marquis de Sade. 2001 kaufte der Modeschöpfer Pierre Cardin das Schloss und renovierte die Burgruine. Er bietet heute Konzerte und Musikfestivals an.

Die Gassen von Lacoste

 

Ménerbes

Das ehemals befestigte Dorf war Hochburg des Protestantismus im Vaucluse. In der steinernen Zitadelle lebte einst Picasso. Das Schloss Le Castellet bewohnte der Künstler Nicolas de Stael.  

Das Dorf bietet einen sehr schönen Blick auf den Luberon und das Vaucluse-Gebirge.

 

Lourmarin

Lourmarin ist ein berühmtes, lebhaftes und historisches Dorf des Naturschutzparks Luberon. Das vollständig ausgestattete Schloss ist ein großartiger Rahmen für Konzerte, Ausstellungen und Vorträge. 

Die großen Schriftsteller Albert Camus und Henri Bosco sind auf dem Friedhof von Lourmarin bestattet.

 

Roussillon

Das Dorf Roussillon ist umgeben von gelben und roten Ockerfelsen und bietet ein ungewöhnliches Naturschauspiel. Die Ockererde ist überall anzutreffen und präsentiert ihre Farbnuancen auf Häuserwänden, Hügeln und Felsspitzen.

 

Ansouis

Das hoch gelegene Dörfchen Ansouis ist vor allem für sein Schloss bekannt. Zahlreiche kleine Gassen und malerische Plätzchen laden zum Bummeln ein.

 

Haben Sie Lieblingsdorf im Luberon? Teilen Sie uns mit, Über welches Städtchen wir berichten sollten.

Unsere Übernachtungstipps