Bistrot des Roques: unser Restauranttipp in Saint Pantaléon

Bistrot des Roques: unser Restauranttipp in Saint Pantaléon

Wohin gehts? Saint Pantaléon

Diesmal befinden wir uns in Saint Pantaléon. Der Name kommt übrigens nicht von “pantalon” (“Hose”, keine “heiligen Hosen” also), sondern von Sankt Pantaleon, ein berühmter Arzt am Hof von Kaiser Maximian (4. Jh nach Christus). In einigen Regionen gilt er als Schutzpatron der Ärzte und Krankenschwestern.

Saint-Pantaléon ist umgeben von den Gemeinden Beaumettes, Gordes und Goult und liegt 15 km nordöstlich von Cavaillon, der größten Stadt der Region.

Bistrot des Roques: Ein Restaurant für verspielte Feinschmecker

Die zwei jungen Inhaber, Benoit und Charlotte, haben sich erst vor kurzem (2019) in Saint Pantaléon niedergelassen und ihr Bistrot des Roques eröffnet. Es gibt für uns mindestens 3 Gründe, dieses Restaurant zu besuchen:

  1. Das Restaurant wurde kürzlich mit einem Bib Gourmand Michelin ausgezeichnet. Michelin verteilt diese Auszeichnung an ein Lokal, das hochwertige Küche für weniger als 25 Euro in den Provinzen und 33 Euro in Paris anbietet (Preis für eine Mahlzeit ohne Getränke). In den Provinzen handelt es sich meist um eine regionale Küche.
  2. Nur Frisches darf in die Pfanne des Chefs! Deswegen wechselt das Menü regelmäßig, je nachdem, was es auf dem Markt oder lokal zu kaufen gab. Mittags liegt der Preis bei etwa 18€.
  3. Das Abendmenü “Je ne sais pas” (“Ich weiß nicht”) ist ein wahres Ratespiel für Feinschmecker, denn es wird vorher nicht angekündigt, was man serviert bekommt. Erst nach der Verkostung fragt der Kellner schmunzelnd, was denn gegessen wurde. Die Gäste können versuchen, die Zutaten zu erraten, bevor der Kellner das Mysterium auflöst.

Natürlich wird vor der Verkostung gefragt, ob es Allergien oder Abneigung zu bestimmten Produkten gibt, um schlechte Überraschungen zu vermeiden. Der Preis für das vier-Gänge Menü: 39€.

Als wir vor ein paar Wochen dort waren, gab es als Vorspeise Sommertrüffel, Buratta, Zuchini und Granatapfel. Der zweite Gang war ein Drachenkopf-Filet in Gewürz-sauce, Kichererbsenpüree mit Karotten und Kreuzkümmel. Der nächste Gang präsentierte sich als “ris de veau” mit schwarzem Puffreis, Bohnen und reduzierter Feigensauce. Das Dessert bestand aus frischen Erdbeeren, einem Weinbergpfirsich-Sorbet, einem Hauch von Mascarpone in Zartbitterschokolade und einem kleinen Kastaniencreme-Keks.

Natürlich gab es auch Wein (in diesem Fall ein weißer Côte du Rhône), den der Chefkoch empfahl.

Le Bistrot des Roques ist von Dienstag bis Samstag mittags und abends geöffnet. Reservierung nur telefonisch oder per SMS : +33 6 40 89 34 32

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Lavendel: 5 Dinge, die man zur Lavendelzeit in der Provence machen muss

Lavendel: 5 Dinge, die man zur Lavendelzeit in der Provence machen muss

Lavendel ist die ‚Seele der Haute-Provence‘, meinte der Schriftsteller Jean Giono und verwies auf die violett leuchtenden Felder, denen die Hochebene von Valensole und das Plateau de Sault ihre faszinierenden Landschaftsbilder verdanken.

Berühmt ist die Provence für ihren Lavendel. Sie ist der wichtigste Lavendelproduzent der Welt und das glaubt man gern, wenn sich im Juni-Juli die Ebenen der Höhen und Niederungen zwischen Mont Ventoux, Luberon, Montagne de Lure und Plateau de Valensole violett färben.  

Flimmernd in der Mittagssonne verströmen die Felder einen betörend zarten Duft und locken unzählige summende und flatternde Insekten an. Ein Naturschauspiel für alle Sinne, zu dem Sie eingeladen sind. 

1/ Lavendel fotografieren: die Lavendelstraßen 

In den verschiedenen Gebieten haben sich Lavendelstraßen etabliert, auf denen man den Lavendel zu seiner Blütezeit ganz besonders erleben kann :

  • von Vercors bis Diois
  • von der Drôme Provençale bis zum Haut-Vaucluse
  • zwischen Ventoux und Luberon
  • Voralpen provençales und les Baronnies du Buëch
  • zwischen Lubéron und Lure
  • die Haute-Provence am Verdon

Blütezeit des Lavendels ist je nach Region Mitte Juni bis Mitte August.

2/ Über Lavendel lernen: das Lavendel-Museum

Weil Lavendel nicht gleich Lavendel ist und es viele verschiedene Spezien gibt, lohnt es sich, über Lavendel zu informieren, bevor man in den Destillerien Essenzen kaufen will. Wenn Sie mehr über echten Lavendel (Lavandula angustifolia), Speiklavendel (Lavandula latifolia), Schopflavendel (Lavandula stoechas) und Lavandin (Lavandula hybrida) erfahren möchten, ist das Lavendel- Museum, das Musée de la Lavande,  in Coustellet  der richtige Tipp: 

Das Museum informiert über die Botanik der Pflanze, die Geschichte von Anbau und Ernte, die Destillation und die Rolle, die sie heute in Wirtschaft und Alltag spielt. 

www.museedelalavande.com 

3/ Lavendel feiern: Das Lavendelfest in Sault

Jährlich findet in Sault  zum 15. August das Lavendelfest statt.

Hier gibt es auch einen Lavendel-Lehrpfad mit Informationstafeln über die verschiedenen Lavendelarten und Destillationsverfahren. Der 4-km-Rundgang ist das ganze Jahr über frei zugänglich.

4/ Lavendel erleben: Die lokalen Destillerien

Eine herrliche Weise, für Groß und Klein hinter den Kulissen mehr über die Lavendelproduktion zu erfahren, sind die von den Destillerien organisierten Rundtouren. Diese werden im Juni-Juli jeden täglich, in französisch und englisch angeboten. Die Touren fangen meistens in den Lavendelfeldern an, wo Sie die Ernte besichtigen können, um nachher in der Destillerie selbst den Fabrikationsprozess zu erleben. Les Agnels, Aroma’Plantes, Vallon des Lavandes bieten solche Touren. Bei Interesse können Sie uns auch gerne ansprechen, wir können für Sie mit den Destillerien Kontakt aufnehmen und die Tour organisieren. 

5/ Mit Lavendel heilen: Aromatherapie in Simiane

Schließlich, um mehr  über die Anwendung des Lavendels in der Aromatherapie zu erfahren, besichtigen Sie ebenfalls das Schloss von Simiane-la-Rotonde im Departement Alpes de Haute Provence und sein Labor. 

Noch andere Anregungen? Einfach anschreiben 👇

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